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Sechs Ecken zum Glück





Hier möchte ich euch gerne die Geschichte meines Hexagon-Quilt
"Sechs Ecken zum Glück" erzählen.

(Der entsprechende Post zu meinen Bildern findet ihr jeweils durch klicken zwischen den Sternchen**)

Hexagon-Quilts haben mich schon immer fasziniert, aber als ich diesen Quilt irgendwann einmal auf **Bonnie Hunter's Blog** entdeckt hatte stand fest, daß ich nun endlich auch einen nähen wollte!
Ich bin kein Fan von Hexagon-Blümchen, deshalb gefiel mir gerade dieser Quilt.


Also habe ich mir bei **Evchen** Schablonen 
und Entwurfapapier gesucht und ausgedruckt.

(Natürlich gibt es noch andere Seiten, wo ihr euch kostenfrei Schablonen holen könnt. Zum Beispiel **hier**)

Entschieden habe ich mich dann für die Schablonen mit 4 cm Durchmesser.
Am 6. September 2011 ging es damit dann los.


6. September 2011
**Der Post zum Bild**


Seit dem haben ich immer wieder von diesem einen Blatt Kopien gemacht, 
damit es auch wirklich immer die gleiche Größe der Schablonen ergab.
Je nachdem, welche Druckereinstellung nämlich gerade benutzt wird. kann das schon mal zu verschiedenen Größen führen und dann passt es nicht mehr aneinander.
Ausgeschnitten habe ich die Hexagons alle per Hand mit der Papierschere.

Für Statistik-Fans:

Auf einem Blatt  sind 35 Hexagons.
Statt 4 cm Durchmesser haben meine Hexas 3,8 cm.

116 gerade Schnitte brauchte es, um ein Blatt in die Hexagons zu zerschneiden.
Der ganze Quilt besteht aus 4777 Hexagons.
Also habe ich für diesen Quilt 137 Blätter mit 15892 Schnitten zerteilt.

Tatsächlich habe ich viel mehr Hexas geschnitten und auch mit Stoff bezogen.
Ich hatte noch einen ganzen Eimer voller Hexas über.
Daraus ist dann noch etwas anderes entstanden.
Übrigens haben Hexagons, genauso wie Restekisten, die Eigenschaft,
sich über Nacht zu vermehren. 
Deshalb rate ich zur Vorsicht, falls ihr mit dem Gedanken spielt, euch auch mit Hexagons zu beschäftigen! 

Mein Anliegen bei diesem Quilt war es, nur Stoffe aus der Restekiste und Stoffe, die ich geschenkt bekomme zu verwenden. 
Das ist mir auch wirklich gelungen.
Ich habe keinen Stoff dazugekauft! 
Allerdings ist die Restekiste trotzdem nicht wirklich leerer.
Siehe Bemerkung weiter oben über die wundersame Vermehrung.

Einige Stoffe, die ich verwendet habe, sind mit geliebten Menschen verbunden,
die in der Zwischenzeit verstorben sind.
Daher ist der Quilt auch ein Erinnerungsquilt.

Und so habe ich dann am 7. September 2011  angefangen:

21. Sept 2011 

Das Muster des Quilts stand nicht von Anfang an fest.
Zudem gab es lange Arbeitspausen zwischendurch.
Dann wurden auch Hexagons geschnitten und vorbereitet,
aber auch etwas ganz Anderes genäht.

Immer wieder habe ich meine vorbereiteten Hexas sortiert und gezählt, 
um zu entscheiden, wie das Muster weitergehen soll.
Beim Sortieren hat mir Bruni immer sehr geholfen.
Vielen Dank nochmal dafür J

7. September 2012 
**Der Post zum BIld**

Begonnen habe ich dann mit einem Stern:

29.12.2012 

Auf dem Entwurfpapier habe ich ihn dann auch eingezeichnet, 
um weitere Schritte planen zu können. 



Ziemlich schnell stand fest, daß ich von Innen nach außen 
in Abstufungen von Dunkel nach Hell arbeiten wollte. 
Meine Stoffreste boten das an. 
Daher mußte ich dann im Muster die Grundfarbe wechseln, die zuerst Weiß war, 
so daß Weiß nun zum Muster auf buntem Grund wurde: 

27.1.2013

Zwischendurch habe ich auch immer wieder die Papierschablonen entfernt,
weil das Ganze unhandlich und steif wurde,
je größer das genähte Teil wurde.
das war ungeliebte Arbeit.
Später lest ihr noch, warum das so ist.

24.2.2013 

24.2.2013 
**Der Post zum Bild**

Ich habe einfach immer weiter drauflos genäht.
Was es dann mal werden sollrte stand nicht fest.
Da ich aber schon bald merkte, das ich eben nicht "in Klein" arbeiten kann,
entschloss ich mich, eine Tagesdecke daraus zu lieseln.
Die Planung wuchs zusammen mit dem Quilt.
.
25. März 2013 
Irgendwann mußte ich mir überlegen, wie ich mit dem begonnen Kreis, 
bzw. Sechseck-Muster zu einem Rechteck komme.
Oben und unten habe ich deshalb wieder einen Stern angesetzt 
und füllte dann mit dunklen Stoffen die Lücken auf.

** Der Post zum Bild** 

2. Sept. 2013 
Nun wurde deutlich, daß bei der Verteilung die vorhandenen Hexas 
 für die 4 "Ecken" aufgeteilt werden mußten.
Ich begann damit, jeweils den gleichen Satz in 4 Behälter zu verteilen.
So konnte ich die Ecken nach einander nähen.
Immer wieder mußte ich überprüfen, ob die Verteilung auch richtig  
und spiegelgleich auf beiden Seiten war.

Ich habe dabei immer in Runden gearbeitet.
So entstand nach und nach dieses Oval.

**Der Post zum Bild**

1. März 2014 

Der "Verlauf" von innen Dunkel nach außen Hell
ist nicht ganz so sanft geworden,
wie ich ihn mir gedacht hatte.
Das gaben die Stoffe aus meine Restekiste eben nicht besser her.

**Der Post zum Bild**

4. August 2014 

Bis hier her hatte ich immer einzelne Hexas zu Ketten verbunden 
und dann an das mittlere Teil genäht. 
Das ging sehr gut abends vor dem TV.
Vorbereitungen, immer wieder zwischendurch, 
konnten auch gut mitgenommen und unterwegs getätigt werden.

4. August 2014 
Zum Heftern der Hexas habe ich einfaches, 
sehr günstiges Garn aus Billigläden benutzt.
das wurde ja später entfernt und weggeworfen.

4. August 2014 
Alle Hexas habe ich mit doppeltem Faden und  in Weiß zusammen genäht.
Hier seht ihr die Rückseite des Tops.
Vorne war die Fadenfarbe nur bei sehr genauer Betrachtung zu sehen,
weil ich sehr enge Stiche gemacht habe.

4. August 2014 
Nachdem ich einmal ein Hexagon wieder abtrennen mußte,
habe ich dann immer vorher ein wenig geplant,
wie es weiter gehen sollte und 
brauchte dann auch nichts mehr aufzutrennen.
Handgenähtes aufzutrennen ist zumindest bei mir eine Strafarbeit.

4. August 2014 
**Der Post zum Bild**


Hier seht ihr, wie ich die Hexagon vorbereitet habe.
Zunächst werden die Stoffe ungefähr passend zugeschnitten.
Dann wird eine Papierschablone darauf festgesteckt 
und dannach der Stoff an die Schablone festgeheftet.
Ich steche dabei durch Stoff und Papier.


27. September 2014 
So bleiben die Schablonen auch beim Arbeiten am Platz.
Am Anfang habe ich ausprobiert, nur den Stoff zu heften, 
so daß die Fäden nicht gezogen werden müssen 
(das war die ungeliebte Arbeit s.o.),
aber dann sind immer wieder einzelne Papierschablonen heraus gefallen, 
obwohl ich sie noch brauchte. 
Ich habe lange gebraucht, zu verstehen, warum das so ist.
Ich benutze normales Kopierpapier für die Schablonen.
Das ist weicher, als die üblichen Karton-Schablonen.
So ist die Arbeit leichter und besser handhabbar,
aber die Schablonen fallen schnell heraus, wenn sie nicht fest-genäht sind.
Obwohl ich dann auch wieder alle Heftfäden entfernen muß,
ist mir diese Arbeitsweise trotzdem lieber.


27. September 2014 

Und hier seht ihr den Behälter, in denen ich die aufgeteilten Hexas aufbewahrt habe.
Geleerte Eiscremdosen eignen sich dafür hervorragend.

**Der Post zum Bild **

Als mir der mittlere Teil groß genug erschien,
wollte ich ihn mit einem dunklen Rand begrenzen.
Schwarze Hexas hatte ich schon einige vorbereitet, 
aber das erschien mir dann doch viel zu kontrastreich
und war mir zu sehr "Trauerrand"
Also habe ich mich dann für dunkel Blau entschieden.

Die Idee, halbe Hexas zu lieseln, 
oder Hexas durchzuschneiden, 
um eine gerade Außenkante am Quilt zu erhalten,
gefiel mir überhaupt nicht.

12. März 2015

Deshalb wollte ich das Oval auf einen Hintergrund-Stoff applizieren.

Aussortierte Bettwäsche hatte ich genug.
Nach mehreren Färbeversuchen hatte ich mich zu diesem Hellblau entschlossen.

Danach wollte ich  noch etwas fächer- oder sternförmiges 
in den Ecken mit Hexagon gestalten.


1. August 2015 
Um die Wirkung zu betrachten, 
habe ich immer wieder die Arbeit auf dem Boden ausgebreitet
und vorgefertigte Teile dazu gelegt.

1. August 2015

Das Mittelteil hatte ich schon aufgenäht,
aber mit der Eckengestaltung war ich nicht zufrieden.

Außerdem hatte der Damaststoff in sich ein Punktemuster,
das nicht zu den Hexagon passen wollte.
Also entschied ich mich dazu, alles wieder abzutrennen 
und doch den ganzen Quilt aus Hexas zu fertigen.

25. Oktober 2015
Abends vor dem Fernsehen wurden -zig  hellblaue Hexas 
aus dem selbst gefärbten Damast vorbereitet.


Die Gestaltung der Ecken bereitete mir so einiges Kopfzerbrechen.
Riesige Flächen nur in Hellblau wollte ich dann doch nicht.
Zudem hatte ich schon 5 Sterne probegenäht, 
die ich in den Ecken verarbeiten wollte.

6. November 2016
Damit sich die Restekiste in der Zwischenzeit nicht auch wieder rapide füllte,
ich nähte ja auch noch an anderen Sachen,
wurden die brauchbaren Reste sofort zu Hexagon verarbeitet.

Nach mehrmaligen Sortieren, Sichten, Zählen und Aufteilen
entstand dieser Entwurf.

6. November 2015 

Das Foto, das ich von dem mittleren Oval gemacht hatte,
passte ziemlich gut in diesen Entwurf (aufgeklebt).
So konnte ich die Wirkung recht gut abschätzen.


17. Januar 2016
Große Runden mit den hellblauen Hexas 
waren eine echte langweilige Fleißarbeit!
Deshalb setzte ich nebenher auch immer schon mal 
kleinere Elemente zusammen,
wie die Rauten.


In dieser Phase des Nähens begann ich nun auch, 
ganze Teilstücke separat zu arbeiten,
um sie später anzufügen.

26. Mai 2016
Hier seht ihr die Rückseite vom fertigen Top.

26. Mai 2016 

Hier seht ihr,
wie viel von den vorbereiteten Hexas 
zu diesem Zeitpunkt noch übrig waren.
(Natürlich haben sie sich später noch  vermehrt *grins*) 

26. Mai 2016 

26. Mai 2016 
**Der Post dazu**

Nun mußte das Sandwich geheftet werden.
Dazu habe ich wieder alles auf dem Boden ausgelegt.
Zuerst den Rückseitenstoff.
Das ist ebenfalls aussortierte Damastbettwäsche.

Darauf wurde ein dünnes Vlies (0,5 cm dick ausgebreitet.

2. Juli 2016 
Auf dem Teppichboden läßt sich der Stoff mit Quiltnadeln wunderbar spannen.

2. Juli 2016
Darauf kam dann das Top und
 die drei Lagen wurden zusammen gesteckt.

2. Juli 2016 


2. Juli 2016 
Da es recht mühselig ist, auf dem Boden zu arbeiten,
habe ich das so verbundene Sandwich vorsichtig zusammengefaltet 

2. Juli 2016 
und auf den Küchentisch gelegt.

2. Juli 2016 

2. Juli 2016 
Auf unserem robusten Tisch kann ich im stehen gut das Sandwich heften.

2. Juli 2016 
Dabei kann ich von allen Seiten arbeiten ...

2. Juli 2016
falten und schieben .

2. Juli 2016 
Insgesamt habe ich 3 ein halb Stunden für das Heften gebraucht.


Und nun endlich konnte ich anfangen zu quilten!
Da das Top komplett gelieselt ist,
wollte ich "natürlich" auch mit der Hand quilten.
Maschinen-Quilten schien mir nicht dazu zu passen.

5. Oktober 2016

Die ersten Quiltstiche habe ich  im August bei meiner Freundin gemacht,
dann aber entschieden, daß die Sommerhitze zu groß ist 
und deshalb erst im Oktober weitergearbeitet.

5. Oktober 2016 
Ich habe in der Mitte beim Stern mit dem Quilten begonnen und
mich am vorgegebenen Patchmuster orientiert.


18. Oktober 2016 
Auf der Rückseite kann man das Quiltmuster sehr gut erkennen.

18. Oktober 2016 

Gequiltet habe ich mit verschiedenen Garnen.
Am meisten mit einem 40er weißen Baumwollgarn von Gütermann,
aber auch mit verschiedenen, hellen Farben "King Tut" von **Nana**. 

15. November 2016 
Gequiltet habe ich, wie es sich gerade ergab und funktionierte,
also mit und ohne Rahmen.
Dabei habe ich teils mit der Nadel "gewippt", bei langen geraden Strecken z. B.,
aber auch Einzelstiche gesetzt, von oben nach unten und umgekehrt.
Besonders an schwierigen Stellen, 
wie der Mittelkreis hier:

15. November 2016 

Streckenweise habe ich auch vorgezeichnet.
Dafür verwende ich gerne weißen Buntstift auf den dunklen Stoffen.
Der läßt sich, ähnlich wie Kreide, leicht wieder ausbürsten 
und geht spätestens mit der ersten Wäsche wieder raus.
Auf hellen Stoffen benutze ich gerne einen **Trickmarker** 
oder einen weichen Bleistift.
Beim Bleistift muß aber darauf geachtet werden, 
nur leicht aufzudrücken, da das Grafit sonst 
nicht mehr aus dem Stoff entfernt werden kann.



15. November 2016 
Ich habe nicht jedes Hexagon gequiltet.
Manchmal wurde nur dem Muster z. B. eines Sterns gefolgt.


15. November 2016 


15. November 2016 


16. Januar 2017 


Handquilten dauert ja länger und verbraucht mehr Garn,
als Maschinenquilten, weil immer wieder lange Enden vernäht werden müssen.
Zudem sieht man nicht immer, wo der Faden unter der Arbeit liegt
und sticht dann schon mal durch den mittleren Teil des Quiltfadens.
Das führt dazu, daß sich der Faden teilt oder ausfranselt und reißt.
Dann muß wieder ein neuen Faden begonnen werden.
Ich habe gemerkt, daß es praktischer ist,
 mit kürzeren Fäden zu quilten, 
die sich nicht so schnell verdrehen und durchstochen werden.


10.März 2017

Manchmal, wenn mir alles mal wieder zu langsam voran ging,
der verbleibende Rest noch so viel zu sein schien,
dann habe ich mir angeschaut,
was ich schon alles geschafft hatte.
10.März 2017

Das motivierte mich wieder, weiter dran zu bleiben.
Und ein wunderbares Nähwochenende in **Lauenbrück**
hat mich dabei einen Riesenschritt weitergebracht.

10.März 2017

Die Rückseite anzuschauen, zeigte mir immer gut,
wie viel ich schon gequiltet hatte.

***Der Post dazu hier ***


24.3.2017 

Dann stand ich vor dem Problem,
wie bekomme ich einen geraden Rand hin bei den Hexagons?
Der erste Versuch, die Kante mit der Maschine zu fixieren,
scheiterte kläglich:
24.3.2017 



24.3.2017 
Alles krumm und schief,
verzogen und faltig!

24.3.2017 

Also alles wieder "entnäht" ,mit Stecknadeln jedes einzelne Hexagon fixiert...

24.3.2017 

und mit Reihgarn mit kurzen Stichen per Hand geheftet....
24.3.2017 
dann beherzt mit der Schere gerade geschnitten,
{Doch ist gerade, sieht auf dem Foto nur nicht so aus}

24.3.2017 

 denn mit Lineal und Rollschneider ging es nicht gut,
weil zu viele Nähte und Unebenheiten.
Da verrutschte das Lineal immer.

24.3.2017 
Dann ca 9 m Schrägband vorbereitet ....

24.3.2017 
und mit der Maschine vorne angenäht. 
Das war das einzige Mal, wo ich an diesem Quilt mit der Maschine genäht habe..
Hinten ist das Binding mit der Hand angenäht.

** Der Post dazu hier***

1.April 2017
Es ist war erste Mal, daß das Binding schon angenäht wurde,
ich aber noch nicht mit dem Quilten fertig war.

Auch das Label  und die Zeitangabe hatte ich vorbereitet, 
das Datum mußte nur noch komplettiert werden. 

Üblicherweise ist das Binding der vorletzte Schritt bei meinen Quilts 
und danach wird erst mein Label und die Jahreszahl hinzugefügt.
Diesmal wurde eingestickt, wie lange ich an dem Quilt genäht habe.


2. April 2017
Nach dem BInding gab es in der Mitte 
noch eine große Fläche, die ich quilten wollte. 
Das ist die Fläche rund um die Sterne im Oval in der Mitte.
Wenn der Quilt auf dem Tisch lag,  
verlor ich aber immer den Überblick, 
weil er so bunt und groß ist 
und ich nicht genug Abstand halten konnte 
beim Aufzeichnen des Quiltmusters. 
Also habe ich mir eins meiner Fotos genommen, 
es  in schwarz-weiß geändert, das Ganze extrem aufgehellt
und konnte es nun als Plan benutzen.
In Neon-Rosa hatte ich die Linien aufgezeichnet, 
die schon gequiltet waren und dann überlegt, 
wie es weitergehen sollte.

Ich bin ja nicht die große Planerin, sondern eher spontan. 
Aber so spontan war mir nicht gleich was eingefallen, wie ich quilten wollte.
Und vage Ideen werden klarer, wenn sie auf Papier kommen.
Da kann ich mit weichem Bleistift zeichnen und wieder weg radieren, wenn nötig.
Ich hatte erst nur so eine ungefähre Idee, 
daß in den freien Flächen noch was gequiltet werden soll.
Zuerst habe ich überlegt, um die Stern-Formen mit 2 oder 3 Hexagon Abstand einfach noch drum herum zu quilten, bis die Fläche ausreichend gefüllt ist. 
Das erschien mir dann aber zu langweilig.
Die nächste Idee war, von der Mitte ausgehend,
 einfach strahlenförmig nach außen bis zum Musterrand zu quilten. 
War mir dann aber auch zu einförmig.
Dann symmetrisch,  „Blumen“ in die ganze Fläche? Oder Rauten?
Dann habe ich mich entschieden, die kleinere Sternform nochmal aufzugreifen, 
ein paar Akzente mit Rauten oder „Blumen“ zu setzen und dann nochmal über Strahlen nachzudenken. 
Das ist ja bei dem ganzen Quilt bisher so gewesen: 
er wuchs  und entwickelte sich beim Machen. 
Mit dem Quiltmuster war das genauso. 
Es entwickelte sich auch beim Machen.
Dadurch bliebt es auch immer noch spannend bis zum Schluß.


Fotografiert habe ich ihn am Querbalken unserer Terrasse 
und selbst da lag er noch unten auf dem Gras,
denn er ist 237 cm x 155 cm groß.


Von hinten , gegen das Licht sieht er auch schön aus, oder?


Die Quiltarbeit läßt sich am besten von hinten erkennen.
So einige Stellen könnten vielleicht noch...?


Zum Schluß wurde die Signatur vervollständigt 
und ab in die Waschmaschine.
Nach so langer Arbeitszeit hatte sich einiges an Schmutz angesammelt! 



Als Jeden-Tag-Schlaf-Quilt ist er mir nun aber doch zu schade.
Statt dessen ziert er nun mein Bett als Tagesdecke.


Eine war eine ziemlich lange Zeit,
die ich an diesem Quilt gesessen habe
und ich finde es hat sich gelohnt.
Ich bin sehr glücklich damit.

Laßt es euch gut gehen.




Kommentare:

  1. Eine grossartige Leistung. Über so lange Zeit dran zu bleiben erfordert schon viel Disziplin. Wie er so auf dem Bett liegt, erinnert er mich an ein Medaillon. Du kannst stolz auf dein Werk sein.
    LG Carola

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  2. Oh ja was für ein wundervoller Quilt und eine tolle Geschichte der Entstehung. Hoffentlich kommt auch bei mir bald die Lust wieder, an meinen angefangen Liesel Sachen weiter zu machen.
    Winkegrüße Larissa

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  3. Vielen Dank, dass du die Reise so zusammengesetzt hast.
    Er ist super schön geworden und besonders das mit den "Hexagone vermehren sich ganz von alleine" kann ich gut nachvollziehen und bestätigen, denn während ich gerade an meinem LaPassion werkele entstehen kunterbunte kleine Hexagone die schon in eine eigene Dose eingezogen sind.
    LG die Rönni

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